Die Fertigteilindustrie macht trotz ihrer langen Tradition in der westlichen Welt immer noch ihre ersten Schritte im Industriedesign. Elematic hingegen verbindet seit 20 Jahren Engineering und Industriedesign.
"Anfang der 1990er Jahre sollte unser neuer Extruder auf einer Messe vorgestellt werden. Uns war klar, dass er sich irgendwie von dem Niveau der Maschinen abheben sollte, an das die Leute gewöhnt waren", sagt Lassi Järvinen, der technische Direktor von Elematic. Damals wurde der Extruder schließlich in Zusammenarbeit mit einem Designbüro entwickelt.
"Das hat wirklich einen Unterschied gemacht. Die Vorstellung eines zweckmäßigen und funktionalen, aber dennoch leichtgängigen und eleganten Extruders entwaffnete unser kritisches Publikum von Fertigteilprofis. Es gab keine Zweifel an der Funktionalität der Maschine."
Einige Jahre später wurde der Bedarf an einer zuverlässigen, langfristigen Partnerschaft deutlich. Das Unternehmen begann mit der Suche nach einem vielseitigen Designteam mit internationaler Erfahrung.
Die Wahl fiel auf die lokale finnische Designagentur Muodonmuutos (Transformation), die bereits mit anderen internationalen Qualitätsmaschinenherstellern wie John Deere, Sandvik und Fiskars gute Erfahrungen gemacht hat. Im Laufe der Jahre hat sich dies als gute Wahl erwiesen. Die enge Zusammenarbeit zwischen Elematic und Muodonmuutos hat sich als fruchtbar erwiesen.
"Tapani Holma und seine Konstrukteure haben unseren Ingenieuren in den letzten Jahrzehnten viele neue Perspektiven eröffnet. Seit den Tagen, an denen vorgefertigte Maschinenteile grob zusammengeschweißt wurden, sind große Schritte gemacht worden", sagt Järvinen.
Die Werkzeuge für das Industriedesign haben sich im Laufe der Jahre natürlich weiterentwickelt. Vor 20 Jahren ging es nur um mit dem Stift gezeichnete Skizzen und Modelle aus verschiedenen Materialien. Heute wird der Großteil der Arbeit in 3D mit Computern erledigt.
"Die neue Technologie des Laserschneidens hat es möglich gemacht, verschiedene Formen im Maschinendesign zu verwenden. Sie hat auch die Produktionskosten gesenkt. Das Produktionsmaterial Stahl ist nach wie vor die beste Wahl für Fertigteilmaschinen. In dieser Branche sind das Gewicht und die Solidität des Materials von Vorteil", erklärt Tapani Holma, Konstrukteur und Partner bei Muodonmuutos.
Bei Fertigteilen zählen die Qualität des Endprodukts und die Effizienz der Produktion. Aber es braucht oft mehr, um Kunden zu überzeugen. "Fertigteilhersteller brauchen zuverlässige Maschinen, die qualitativ hochwertige Produkte in der richtigen Menge herstellen können. Aber auch das äußere Erscheinungsbild zählt.
"Ein richtig konzipiertes Produkt ist einfach und sicher zu bedienen und funktioniert wie vorgesehen. Die Konstruktion berücksichtigt den Raum, in dem die Maschine aufgestellt wird, die Menschen, die mit ihr arbeiten, die Wartungsarbeiten und die Produktion der Maschine. Funktionalität bei Fertigteilmaschinen bedeutet, dass die Überwachungs- und Steuerungsgeräte und -werkzeuge aus Sicht der Benutzer und des Wartungspersonals optimal platziert sind. Auch die Sicherheit ist die Summe mehrerer Faktoren. Leitplanken und eine durchdachte Platzierung des Sicherheitsschalters sind offensichtliche Beispiele für Faktoren, die die Sicherheit erhöhen. Aber auch die schöne, glatte Oberfläche der Maschine dient der Sicherheit. Sie verhindert, dass sich der Benutzer mit seiner Kleidung in der Maschine verfängt", erklärt Järvinen.
"Für einen Designer ist es wichtig, den Produktionsprozess von Fertigteilen und die Endanwendung des Produkts zu verstehen. Das Design eines Produkts ist immer ein Ergebnis, nicht ein Ziel", betont Holma.
Um eine enge Beziehung zu ihren Kunden aufzubauen, laden die Fertigteilhersteller sie häufig zu einer Werksbesichtigung ein. Ein gut aussehender, hochwertiger Maschinenpark in einem gut organisierten Werk vermittelt das Bild einer professionellen Produktion und von Know-how.
"Wir wollen, dass Elematic leicht erkennbar, schlank und überzeugend ist. Das Design beginnt jedoch immer mit der Benutzerfreundlichkeit und den Produktionsanforderungen", sagt Holma.
Sowohl Järvinen als auch Holma haben festgestellt, dass das Design die Art und Weise beeinflusst, wie die Menschen mit der Maschine umgehen.
"Eine gut konzipierte Maschine ermutigt die Menschen, sich besser um sie zu kümmern. Die Wartung wird ernster genommen, und es wird in die Ausbildung investiert. Die Maschine wird als wertvolle Investition betrachtet, nicht nur als notwendiges Werkzeug."