Von der Sicherheit von Maschinen zur Systemsicherheit
Die zunehmende Automatisierung minimiert die körperlich schweren, sich wiederholenden und risikoreichen Arbeitsphasen und macht die Produktion flexibler und effizienter. "Automatisierte Maschinen und Anlagen schaffen jedoch auch neue Arten von Risiken, die bei der Planung von Wartungsarbeiten oder der Bewältigung unerwarteter Situationen in der Produktion berücksichtigt werden müssen", sagt Risto Tiusanen, leitender Wissenschaftler beim VTT Technical Research Centre of Finland Ltd.
In der EU beispielsweise werden die Sicherheitsanforderungen seit 1995 durch die Maschinenrichtlinie und die entsprechenden Normen vorgegeben. "Alle führenden Komponentenhersteller und Systemlieferanten betrachten Sicherheitsfragen heute als geschäftskritisch.
Die Sicherheit von Maschinen, einschließlich Schutzvorrichtungen, Sensoren und anderen Schutzsystemen, ist im Allgemeinen auf einem hohen Niveau. "Das reicht nicht aus, denn der zunehmende Trend zur unbemannten Produktion in allen Branchen erfordert softwarebasierte Lösungen für den sicheren und effizienten Betrieb des gesamten Fertigungssystems. Wir sind von der Sicherheit der Maschinen zu einer Ebene der Systemsicherheit übergegangen", schließt Tiusanen.
Aktuelle Fragen der Systemsicherheit
Wahrnehmung: Das System erkennt den Standort von Bedienern oder Wartungspersonal und optimiert die Produktion flexibel und ohne Ausfallzeiten.
Kommunikation: Die immer komplexeren Systeme erfordern zuverlässige und sichere Kanäle für die Übermittlung kritischer Daten und Signale.
Offenheit: Die Berücksichtigung von Sicherheitsaspekten in der ersten Konzeptionsphase oder bei der Planung einer Nachrüstung - Sicherheit und Zuverlässigkeit des Systems werden in Zusammenarbeit mit dem Endnutzer, der Wartung und dem Ausrüstungslieferanten geschaffen.
Risto Tiusanen