In den Hohldeckenwerken von Contiga in Norwegen werden die Informationen über die Decken direkt aus einer Datei an die automatisierten Elematic-Maschinen gesendet.
Der Fertigteilhersteller nutzt seit etwa zwei Jahren Elematic Plant Control für die Fertigungsausführung. Das Plant Control Manufacturing Execution System ist ein praktisches Werkzeug für Produktionsplaner und -überwacher und besteht aus verschiedenen Modulen. Contiga verwendet die Module Planung, Überwachung und Terminierung.
"Es ist ganz einfach, auf ein hohes Niveau zu kommen", sagt der technische Berater Ove Sandvin. Ihm gefällt besonders die automatische Nesting-Funktion, die die Hohldecken optimal auf den Productionsbahnen platziert, um die Prozesse zu verbessern und den Litzenabfall zu reduzieren.
"Der größte Vorteil ist, dass man alle Etagen aus verschiedenen Projekten einfach exportieren kann und die Filter zur Optimierung der Produktionsbahnen nutzen kann", sagt Sandvin.
"Wir setzen die Nesting-ID vom Planungssystem aus durchgängig im gesamten Produktionsprozess ein. Das heißt, in der Spannmaschine, dem Extruder, der Modifier, sowie in der Mischanlage."
Sandvin weist darauf hin, dass Designer und Produktionsplaner Zugang zu denselben BIM-Modellen haben. "Wenn es ein Problem gibt, kann der Produktionsplaner zum Telefon greifen und einen Designer anrufen. Da beide an demselben Modell arbeiten, ist es einfach, eventuelle Probleme zu lösen, bevor die Dateien in Plant Control exportiert werden.
"Am Anfang, als die BIM-Modelle von den Konstrukteuren kamen, bestand eine der größten Herausforderungen darin, dass die Öffnungen von einer 2D-Perspektive in eine 3D-Perspektive umgewandelt werden mussten. Die Maschinen machen genau das, was man ihnen sagt, und müssen daher mit allen Daten korrekt gefüttert werden", erinnert sich Sandvin, der sich bald unter anderem an die Softwareentwickler von Elematic wandte, um Hilfe zu bekommen.
"Sie haben uns zugehört, und so unterscheidet sich unser jetziges System deutlich von dem, das wir hatten, als wir damit anfingen. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass es einfach ist, Änderungen vorzunehmen", sagt er.
"Ich rate allen, die jetzt ein neues Fertigteilwerk bauen, die Designer und Softwareentwickler in einer frühen Phase einzubeziehen."