Die Hohlkörpertechnologie wurde in den 1970er Jahren populär und hat sich seither ständig weiterentwickelt. Zunächst bestand das wichtigste Ziel darin, die Platten so leicht wie möglich zu machen und Beton nur dort zu verwenden, wo er tatsächlich benötigt wird. Je weniger Beton verbraucht wird, desto rentabler und umweltfreundlicher sind die Platten. Der Querschnitt einer Platte darf weniger als 50 Prozent Beton enthalten.
Moderne Stahlrahmen und -konstruktionen werden häufig von Hohlkörperplatten als Boden- und Dachplatten begleitet. Dies hat neue Anforderungen an die Platten mit sich gebracht.
"Es ist erwiesen, dass sich die Stützen, auf denen die Platten liegen, mit der Zeit verbiegen. Das gilt nicht nur für Stahlkonstruktionen, sondern auch für die Träger von Betonkonstruktionen", sagt Lassi Järvinen, Senior Advisor bei Elematic.
Die betongefüllten Pfeiler im Querschnitt zwischen den Hohlräumen werden als Stege bezeichnet. Die Scherkapazität der Stege kann durch die Durchbiegung um mehr als 50 Prozent abnehmen.
"Dies ist eine alarmierende Zahl und muss bei der Konstruktion der Querschnitte berücksichtigt werden. Unsere Standardquerschnitte wurden zusammen mit den besten Experten neu entworfen, um die Scherkapazität von oben nach unten so stabil wie möglich zu halten."
Die Berechnung der Scherspannung kann kompliziert sein. Dies wurde von VTT, dem technischen Forschungszentrum Finnlands, untersucht. Seit den frühen siebziger Jahren hat das VTT mehr als tausend Belastungsversuche an einzelnen vorgespannten Hohlkörperplatten durchgeführt.
Im Jahr 2005 veröffentlichte Dr. Matti Pajari vom VTT einen Bericht mit dem Titel Resistance of prestressed hollow-core slabs against web shear failure. Er stellte fest, dass die traditionelle Methode zur Scherberechnung nicht sehr gut funktioniert, wenn die Platten nicht kreisförmige Hohlräume aufweisen. In den letzten Jahren hat man sich bemüht, die Berechnungen genauer zu machen.